Werbung-Blogtour| Das Fehlen des Flüsterns im Wind – Wer steckt hinter der Autorin Miriam Schäfer?

Das Fehlen des Flüsterns im Wind
⇒Dieser Artikel ist mit einem Gewinnspiel verbunden, weshalb ich ihn als *WERBUNG* kennzeichnen muss!⇐

Hallo und Herzlich Willkommen,

heute startet bei mir eine Blogtour zu einer ganz tollen Kurzgeschichten-Sammlung. Ganz unabhängig von dieser Tour bin ich schon vor längerer Zeit auf dieses Buch aus dem Acabus Verlag aufmerksam geworden. Das wunderschöne Cover hat mich sofort gefangen genommen und der Titel hat mich richtig neugierig auf die Geschichten gemacht.

Um welches Buch geht es?

Das Fehlen des Flüsterns im Wind // Miriam Schäfer
Quelle: Acabus Verlag

Der kreative Kopf, der hinter diesen Geschichten steckt, ist die Autorin

Miriam Schäfer

Miriam Schäfer
Quelle: Acabus Verlag – Copyright: Privat

Miriam Schäfer wurde 1978 geboren. Damals und auch heute ist ihre Heimatstadt Wuppertal. Dort lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn. In Berlin studierte sie deutsche Literatur und Japanologie. Jetzt arbeitet sie als Schulbibliothekarin und freie Autorin. Seit 2012 hat Miriam mehrere Kurzgeschichten in den verschiedensten Anthologien veröffentlicht. 2014 erhielt sie sogar eine Auszeichnung.  “Claire” wurde mit dem Deutschen Phantastik Preis als “Beste deutschsprachige Kurzgeschichte” prämiert.

Ich habe Miriam Schäfer interviewen dürfen und sie hat sich ganz tapfer meinen Fragen gestellt.

Auf geht’s:

Ich danke dir erstmal, dass du dich meinen Fragen stellst. Es ist schon etwas her, als ich Deine Geschichtensammlung gelesen habe. Was mir jedoch bis heute im Gedächtnis blieb, ist der abwechslungsreiche Geschichtenstil.
Was war für dich ausschlaggebend für die Zusammenstellung der Geschichten? War dir die Reihenfolge im Buch wichtig? Oder war es eher ein – vielleicht auch vom Verlag gewählter – Zufall?

Und ich danke Dir für Deine Fragen – ich freue mich drauf!

Die eigentliche Zusammenstellung des Buches war einfach. Es enthält fast alle phantastischen Geschichten, die ich je geschrieben habe. Es fehlen nur wenige, die inhaltlich nicht so zum Rest gepasst hätten oder die mir heute einfach nichts mehr sagen. Einige der Geschichten sind mittlerweile schon ganz schön alt. *lacht*
Bei der Reihenfolge im Buch war mir wichtig, dass die Geschichten schön durchgemischt werden. Also, mal eine lange, eine kurze, eine unheimliche, dann eher eine traurige – kurz, es sollte keine Langeweile aufkommen. Ich hatte im vergangenen Jahr eine Lesung, bei der ich nur Unheimliches vorlesen sollte, und habe während des Vortrages gemerkt, dass einige Geschichten schon hier und da kleine Parallelen aufweisen. Ich weiß nicht, ob es dem Publikum auch aufgefallen ist, ich jedenfalls mochte das gar nicht. Daher wollte ich so ein Gefühl beim Lesen des Buches gar nicht erst aufkommen lassen.

Mit dem Verlag wurde vor allem überlegt, welche Geschichte als Erste und welche als Letzte im Buch stehen sollte. Beim Abschluss waren wir uns einig – die erste Geschichte wurde aber heiß diskutiert. Ich hätte gern mit „Dyson“ begonnen, verstehe aber das Argument des Verlages, dass die Geschichte den Einstieg ins Buch bestimmt erschwert hätte. Die Vorschläge des Verlages waren aber ausgerechnet Geschichten, die ich persönlich gar nicht mehr so mag. Wir haben uns dann auf den „Lichtbringer“ geeinigt, was ich erst gut fand, heute aber auch nicht mehr so optimal finde, da sie als einzige „echte Fantasy-Geschichte“ im Buch doch recht wenig für den Rest steht. Ich glaube, beim nächsten Mal muss ich dem Verlag da einfach mehr vertrauen.

Du bedienst dich in „Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ unterschiedlicher Genre- und Stilrichtungen? Könntest du dir vorstellen, dich für einen Roman auf ein Genre festzulegen?

Wenn das Genre „Phantastik“ heißt, ja. 😀
Ich liebe es ja gerade so, dass die phantastischen Genres fast fließend ineinander übergehen. Wann wird aus Mystery Grusel? Wo liegt die Grenze zum Horror und wieso sollte ich diese Elemente nicht in der Fantasy verwenden?
Aber ernsthaft. Ja, meine Romanprojekte stammen überwiegend aus je einem Genre, meist High-Fantasy. Natürlich enthalten sie auch geheimnisvolle oder unheimliche Elemente, doch wird der eine Roman z.B. nie urban.
Es gibt da aber auch ein anderes Projekt, das ich gern mein „Sci-Fantasy-Königsdrama“ nenne – es ist im Prinzip urbane High-Fantasy in einem Sci-fi Setting. Die Phantastik bietet einfach so unendlich viel, ich finde es schwer, da strikte Grenzen zu ziehen.

Planst du womöglich einen Roman oder „spezialisierst“ du dich lieber auf Kurzgeschichten?

Romane sind das, was ich immer schreiben wollte und woran ich immer irgendwie arbeite, und sei es nur in Gedanken. Bisher ist aber kein Projekt wirklich fertig. Das eine zur Hälfte, ein anderes 2/3, wieder andere sind durchgeplottet, aber nicht aufgeschrieben … Ich weiß nicht, woran es da hapert. Ich sage mir gern, es liegt an der fehlenden Zeit und meinem gut gefüllten Alltag, aber andere schaffen es trotzdem, nebenbei ihre Romane zu schreiben. Also ist es vielleicht mangelnder Ehrgeiz oder fehlende Disziplin? Ich weiß es nicht. Ich habe oft versucht, neue Strukturen in mein Schreiben zu bringen, aber habe festgestellt, dass die meisten Arbeitsweisen einfach nicht meine sind. Und wenn das Schreiben zum Zwang und zum Stress wird – dann fühle ich mich damit nicht mehr wohl. Also habe ich mich damit abgefunden, dass ich einfach langsamer als andere bin.

Gibt es eine (Kurz-)Geschichte, mit der du dich besonders verbunden fühlst?

Von meinen eigenen? Fast mit allen. Sie sind immer Teil von mir. Manche verbinde ich mit einem besonderen Lied oder einer Stimmung, aus der heraus ich sie geschrieben habe, andere sind sozusagen meine persönliche Auseinandersetzung mit dem Alltag. *lacht*
„Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ und „Dyson“ liegen mir wohl am meisten am Herzen. Beide Geschichten stehen für etwas, das man mit sich selbst ausmachen muss. Beide erzählen auf ihre Weise von Hoffnung und Ohnmacht. In der einen muss der Protagonist sich mit seinen inneren Dämonen auseinandersetzen, in der anderen bricht er unter der drückenden Last von Umwelt und Gesellschaft. Vor allem Letzteres erlebe ich jeden Tag, wenn ich die Nachrichten einschalte. Sie machen, dass ich mich leer fühle, dass mein Kopf rasend nach Lösungen sucht, aber keine findet. Das war einer der Auslöser für mich, „Dyson“ zu schreiben.

Du hast ja „Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ in einer Leserunde „auseinandernehmen“ lassen. Wie hat dir der direkte Austausch mit den Lesern gefallen und konntest du etwas daraus für dich und deine Arbeit ziehen?

Oh, die Leserunde war großartig! Der direkte Austausch mit den LeserInnen hat mir sehr gefallen. Ich habe gestaunt, wie intensiv sich einige von ihnen Gedanken über die einzelnen Geschichten gemacht haben, wieviel Interpretations- und Diskussionslust vorhanden war. Ich bin noch immer ganz begeistert.
Wirklich erstaunt hat mich, dass auch ältere Geschichten sehr gut ankamen, die ich selbst nicht mehr so gelungen oder spannend fand. Das hat mir nochmal verdeutlicht, wie unterschiedlich Geschmäcker sind und dass mein innerer Kritiker nicht das Non-Plus-Ultra ist. Vielleicht könnte ich ein bisschen mutiger werden und meinen Texten etwas mehr vertrauen. Aber das sagt sich leichter, als es ist. 😉

Das Fehlen des Flüsterns im Wind

Ein paar schnelle Fragen zum Schluss:

Wie kamst du zum Schreiben?

Keine Ahnung, irgendwie  habe ich das „schon immer“ gemacht. Vermutlich, weil ich auch schon immer viel gelesen habe und nie genug von Geschichten bekommen konnte.

Kannst du dir vorstellen einen ganz anderen Beruf als Autorin auszuüben?

Naja, ich bin ja quasi vor allem Bibliothekarin. Solange es mit Büchern zu tun hat, kann ich mir fast alles vorstellen.

Während des Schreibens essen. Ja oder Nein?

So richtig essen? Warm? Mehr als Kekse? Neee. Also, ja,  ich esse auch mal am Schreibtisch, aber dann eher beim Lesen und Korrigieren.

Kaffee-Junkie oder Tee-Genießerin?

Tee. Mein „Kaffee“ heißt Schoko-Cappuccino und schmeckt eigentlich wie Kakao O:)

Brauchst du absolute Ruhe beim Arbeiten?

Ja, auf jeden Fall. Ich bin nicht in der Lage im Bus oder auf dem Fußballplatz zu schreiben. Stichworte aufschreiben, über Plots nachdenken – ja. Aber zum eigentlichen Schreiben brauche ich in der Tat mein stilles Kämmerlein.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Chaotisch. Mein Mann und ich teilen uns einen Schreibtisch mit 2 PCs. Die Hälfte mit den tausend Zetteln, Notizbüchern und den Cappuccinorändern gehört mir. O:)

Hast du ein Lieblingsbuch?

Nur eins? Ich liebe „Das Verhängnis der Schwerter“ von Tad Williams, „Die Hyperion Gesänge“ (samt „Endymion“) von Dan Simmons und die „Kingkiller Chronicles“ von Patrick Rothfuss.

Wer ist dein/e Lieblingsautor/in?

Die oben genannten. Außerdem Robin Hobb, Lynn Flewelling und Margaret Atwood. Kazuo Ishiguro drängelt sich auch gerade in diese Liste.

Auch wenn ich die Frage oben schon auf ähnliche Art gestellt habe: Hast du schon neue Pläne für ein Buch bzw. eine Kurzgeschichtensammlung?

In diesem Jahr erscheinen noch zwei meiner Kurzgeschichten in Anthologien und bestimmt werde ich weitere schreiben. Dennoch möchte ich als Nächstes vor allem einen meiner Romane vollenden, kann aber nicht absehen, wie lange ich dafür brauchen werde. Ich sagte es schon, ich bin kein Schnellschreiber und möchte mich da auch gar nicht unter Druck setzen lassen. Aber natürlich soll „Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ nicht mein letztes Buch gewesen sein.

Vielen Dank an Miriam Schäfer für das wirklich sympathische Interview!


Gewinnspiel

Nun seid ihr an der Reihe. Natürlich gibt auf dieser Blogtour auch etwas zu gewinnen. Der Verlag sponsert die Tour mit einem täglichen Gewinn.

Bei mir könnt ihr heute

1x ein Print von “Das Fehlen des Flüsterns im Wind”

ergattern.

Was ihr dafür machen müsst? Einfach die folgende Frage beantworten:

Könnt ihr euch vorstellen, eurer Geschichten/euer Buch in einer Leserunde “auseinander” nehmen zu lassen?

Für die Beantwortung der Fragen habt ihr Zeit bis zum 20. Oktober 2018 um 23:59Uhr Zeit.

Morgen geht es dann schon bei Manuela von Lesenswertes aus dem Bücherhaus weiter.

Viel Spaß weiterhin auf der Tour

Caro


Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und seinen Wohnsitz innerhalb der EU hat. Der Gewinn wird nur an Gewinner innerhalb der EU versandt. Zu gewinnen gibt pro Blog 1 Exemplare des Titels „Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ im Format Taschenbuch oder E-Book (wie jeweils angegeben). Jeder Gewinner erhält ein Exemplar.

Die Gewinner werden nach dem Zufallsprinzip am 21. Oktober 2018 ausgelost und erhalten daraufhin den Gewinn per Post. Hierfür werden Name und Anschrift des Gewinners benötigt, die auch nur ausschließlich dafür genutzt werden, den Gewinn per Post zuzusenden. Wir können die Daten der Gewinner auf Grundlage unserer berechtigten Interessen bis zu drei Jahren speichern bevor wir sie löschen, um eine ehemals gegebene Einwilligung nachweisen zu können. Die Verarbeitung dieser Daten wird auf den Zweck einer möglichen Abwehr von Ansprüchen beschränkt. Ein individueller Löschungsantrag ist jederzeit möglich, sofern zugleich das ehemalige Bestehen einer Einwilligung bestätigt wird.

Die Gewinner werden von uns persönlich benachrichtigt. Die persönlichen Angaben des Gewinners erfolgen freiwillig. Darüber hinaus behält der acabus Verlag es sich vor, das Gewinnspiel bei Missbrauch zu ändern, anzupassen oder es zu beenden, wenn dies aufgrund der Umstände notwendig ist. Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Empfänger der von dir bereitgestellten Informationen ist nicht Facebook, sondern der acabus Verlag. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erkennst du die komplette Freistellung von Facebook an. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist ausschließlich zu den hier aufgeführten Bedingungen möglich. Der acabus Verlag behält sich das Recht vor, Teilnehmer, die gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen, vom Gewinnspiel auszuschließen.

Der acabus Verlag haftet in keiner Form für mittelbare oder unmittelbare Schäden, die sich aus der Teilnahme an der Aktion oder der Nichterreichbarkeit des Internet-Servers ergeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Teilnahmebedingungen unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Rechtswirksamkeit der übrigen Teilnahmebedingungen nicht berührt. An ihre Stelle tritt eine angemessene Regelung, die dem Zweck der unwirksamen Bestimmungen am ehesten entspricht. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptierst du diese Bedingungen.

Caro || Enddreißigerin || im Herzen jung geblieben || verheiratet und Katzen-Mama || totale Bücherliebhaberin || Heavy-Metal-Göre und manchmal einfach etwas gaga

geschrieben von

Caro || Enddreißigerin || im Herzen jung geblieben || verheiratet und Katzen-Mama || totale Bücherliebhaberin || Heavy-Metal-Göre und manchmal einfach etwas gaga

7 Kommentare / Einfach hier drunter kommentieren :-)

  1. Hallo und guten Tag,

    Danke für die heutigen Eindrücke mit und um die Autorin Miriam Schäfer.

    Da ich persönlich sehr gerne an Leserunden als Leserin teilnehme.

    Ist es für mich kein Problem mal auf der anderen Seite als mögliche Verfasserin eines Romanes zu stehen und mit zubekommen wie meine Geschichte “auseinander genommen wird” vielleicht…….oder vielleicht auch nicht..

    LG..Karin…

  2. Also mir selber würde es nicht so passen-weil ich sicherlich Angst vor hätte das meine vermeindlich tolle Buchgeschichte einfach nur Mist wäre! LG Jenny

  3. Guten Morgen ,
    Vielen Dank für das tolle Interview mit der überaus symphatischen Miriam ,ein toller Einblick ❤
    Hmmmm ob ich mich mit meinem Buch trauen würde an einer Leserunde teilzunehmen ,wenn ich denn eins schreiben würde? Ich denke ja,wenn auch mit Schiss in der Büchs . Ich denke man will ja auch wissen ,wie ein Buch bei den Lesern ankommt ,welche Emotionen aufkommen ,welche Gedanken !
    Liebe Grüße Doro

  4. Hallo Caro!

    Ein tolles Interview und ein schöner Einblick “hinter die Kulissen” 🙂
    Kurzgeschichten lese ich ja sehr selten, aber diese hier sprechen mich auf jeden Fall an – vor allem dass sie in verschiedenem Stil gehalten sind, macht mich sehr neugierig!

    Eine Leserunde an sich ist super. Mit seinem Werk an die Öffentlichkeit zu gehen, damit gibt man immer ein Stück weit von sich Preis und muss immer mit negativen Stimmen rechnen – auch wenn man sich natürlich überwiegend positive erhofft. Es ist sicher nicht so leicht zu ertragen, wenn in der Leserunde dann Kritik fällt, aber immerhin kann man dann direkt darauf eingehen und vielleicht sogar auch Dinge klären. So wird einem bewusster, wie das, was man geschrieben hat, tatsächlich ankommt und hat ein tolles Feedback. Auch natürlich um zu lernen und einige Sachen vielleicht beim nächsten Mal anderes (und besser?) zu machen.

    Eine Veröffentlichung an sich würde mich eine große Überwindung kosten, wenn es denn dann aber schon soweit ist, würde ich mich auch gerne einer Leserunde stellen 🙂

    Liebste Grüße, Aleshanee

  5. Huhu
    Danke für den tollen Beitrag.
    Ja würde ich, das hilft sehr. Meinungen zu sammeln, Einzelheiten aufzuspüren und auch das Buch bekannt zu machen.

    LG Manu

  6. Hallo und vielen Dank für dieses schöne Interview mit der sympathischen Autorin. Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, mein Buch in einer Leserunde auf den Prüfstand zu stellen. Ich wäre neugierig, wie die Leser mein Buch finden und was sie sich so für Gedanken machen.

    Liebe Grüße
    Katja

Schreibe einen Kommentar

Follow on Feedly